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Auszeit - Lass die Seele wieder atmen! 

 

Auszeiten sind eine großartige Chance für tiefe Selbsterfahrung und nachhaltige Veränderungen im Lebensstil und Lebensqualität. Heute stehen vielfältige Wege offen, es lohnt sich darüber nachzudenken und Informationen zu sammeln, besonders wenn klar ist, „dass sich etwas ändern muss“. So unterschiedlich Anlässe und Gestaltungsmöglichkeiten sind, so individuell entwickelt sich auch der innere Prozess und die daraus erwachsene neue Lebenslösung.   

 

Inhalte dieses Textes:

- Anlässe, Ziele und verschiedene Auszeittypen

- Das Erlebnisseite einer unverplanten Auszeit

- Was passiert in der Psyche – welche Effekte sind möglich?

- Die  Rückkehr in den Alltag und vielleicht ein neues Leben

 

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Anlässe, Ziele und verschiedene Auszeittypen

 

‚Time out‘ oder ‚Sabbatical‘ sind heute geläufige Begriffe für ein doch nicht so modernes Phänomen. Jedoch trauen sich immer mehr Menschen, laut über ihren Wunsch nach einer Auszeit zu sprechen, in den Medien ist das Thema präsent und eine Reihe von Behörden, mittelständischen und großen Firmen bieten ihren Mitarbeitern seit den 90er Jahren verschiedene Auszeitmodelle an. Die Wege in die Auszeit sind heute auch rechtlich leichter zu bestreiten als noch vor einigen Jahrzehnten. Arbeitgeber haben den Nutzen für Arbeitsqualität und Mitarbeiterzufriedenheit längst erkannt . 

 

Die persönlichenGründe können vielfältig sein: Erholung und Nachdenken über die Gewichtungen im eigenen Leben (‚work-life-Balance‘), Sorge für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige (‚Elternzeit‘ oder ‚Familienzeit‘), der Hausbau oder der Wunsch, eine neue Sprache zu lernen, eine berufliche Fortbildung zu absolvieren, in einem Entwicklungshilfe-Projekt mitzuarbeiten, aber auch ein lang gehegter Traum wie eine Weltreise. Auch wenn es wohl immer noch taktisch unklug ist, chronische Erschöpfung oder Arbeitsfrust als Beweggrund anzugeben, stehen viele Arbeitnehmer doch zeitweise mit einem Fuß im ‚Burnout‘ und erkennen auch Selbständige, dass Vorbeugung von ernsthafter Erkrankung oder die zu kurz kommende Familie am Ende wichtiger sind als das alleinige Interesse des Geschäfts.

 

Die organisatorische Seite einer Auszeit ist individuell genauso unterschiedlich wie die Anliegen, die mit einer Auszeit verbundenwerden. Dazu gibt es inzwischen viel Literatur, bei beruflicher Auszeit sei auf das „Teilzeit- und Befristungsgesetz“ von 2001 verwiesen. Im Internet findet sich umfangreiche Information und Anregungen, z. B. www.teilzeit-info.de, www.best-zeit.de, www.beruf-und-familie.de oder z. B. www.entwicklungsdienst.de. Einige gute Fachbücher informieren ebenfalls über die rechtlichen, finanziellen, versicherungstechnischen Möglichkeiten.

 

Der Markt für ‚retreats‘ (Klöster, Mediationszentren, Ayurvedakliniken etc.) ist international und Angebote mit kreativem Gestalten, Körperkultur oder Selbsterfahrung in der Natur sind ebenfalls reichhaltig zu finden. Es lohnt der Vergleich von Preisen und Inhalten, auch die Prüfung, ob genug Freiraum für die eigene Gestaltung bleibt oder das eine mit dem anderen kombinierbar wäre. Am kostengünstigsten sind sicher Varianten wie ‚Hütte in denBergen‘, eigenes Ferienhaus, Mitarbeitauf einer Farm (Altersbegrenzungen für Visa beachten) oder gemächliches individuelles Reisen mit Rucksack und Zelt. Ein Ortswechsel ist von Vorteil, denn in vertrauter Umgebung neigen wir zu vertrauten Gedanken. Innere Distanz gelingt leichter mit äußerer Distanz und andere Kulturen bereichern mit neuen Blickwinkeln, Erfahrungen und Werten.  

 

 

Die Erlebnisseite einer unverplanten Auszeit

 

Ist die Auszeit auf Familie, Fortbildung oder ein gezieltes Projekt gerichtet, so steht bereits im Vorfeld in weiten Teilen fest, was während der Zeit passieren soll. Ganz anders sieht es aus, wenn ein ‚Auszeiter‘ Selbstfindung anstrebt und dafür mehrere Monate freie Zeit zur Verfügung stehen.Bei den üblicherweise umfangreichen sachlich-faktischen  Vorbereitungen kommt der seelische Aspekt oft zu kurz oder beschränkt sich auf mehr oder weniger diffuse Ziele wie ‚Zeit haben‘, ‚Erholung‘, ‚etwas Schönes erleben ‘. Es macht Sinn, sich vorher Gedanken zu machen. Denn verlässt ein bisher stark engagierter Mensch sein gewohntes Umfeld, z. B. in Form einer individuellen Reise oder eines Aufenthaltes in einem ‚retreat‘, so ändert sich schlagartig der gesamte Alltag. Und mit ihm das Erleben.

 

Dabei spielt die Dauer einer Auszeit eine Rolle. Ist am Tag1 bereits absehbar, wie die Rückkehr in den Alltag am Tag x verlaufen wird, wird die Zeit ‚dazwischen‘ heimlich im Geiste vorgeplant – und verliert damit ihren seelischen Freiraum und ihr Überraschungselement. Auszeiten, die deutlich über die Dauer eines Jahresurlaubes hinaus gehen, vermitteln eher den Eindruck von ‚unbegrenzt‘ – womit das automatische Verplanen wegfällt und die Aufmerksamkeit im Erleben des Jetzt bleiben kann. Wer noch dazu die vertraute Umgebung verlässt, gibt Herz und Hirn viel Anregung für neue Sicht- und Erlebensweisen. Hier liegt das größte Potential einer solchen Auszeit – Freiraum zum Entdecken und Ausprobieren, für Kreativität und inneres Spüren, für Erfahrungen jenseits des bisher bekannten Horizonts. Neue Ideen fühlen sich eingeladen, die bisher jenseits des Horizonts lagen, eine tiefe Selbstbegegnung stellt sich ein, die das Selbstbild umbaut und bisherige Lebensmuster auf den Kopf stellt. Gerade im Blick aus Distanz und in der Möglichkeit, scheinbare Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen, liegen die größten Potentiale auch für eine praktische Umgestaltung des heimischen Lebens.

 

Dafür ist zunächst ein guter Start wichtig, denn ändern sich zwar die äußeren Strukturen, bleibt jedoch psychisch das Bisherige weiter ‚gültig‘. Das Denken kreiselt oft noch lange um die vertrauten Themen: Arbeit, Familie, Partnerschaft, Haushalt, Papierkram… Der plötzliche Wegfall von Fremdbestimmung, durch-organisierten Tagesabläufen , Pflichten und sozialer Einbindung kann andererseits sogar als bedrohlich erlebt werden. Besonders für Menschen aus westlichen Ländern, die vielleicht seit Jahrzehnten nahtlos in festen Strukturen leben, ist solche Strukturlosigkeit und ‚Freiheit‘ anfangs fremd. Was mache ich mit mir, wenn es keinerlei ‚Programm‘ gibt? Wer bin ich und wie verhalte ich mich, wenn niemand zuschaut und meine Erlebnisse teilt? Das Verstreichen von Zeit wird plötzlich intensiv wahrgenommen. Auf welches innere Signal oder welches Angebot aus der neuen Umgebung soll ich reagieren? Worauf habe ich überhaupt Lust? Was ist wenn mir nichts einfällt?

 

Wer sich bereits im Vorfeld einige Ziele steckt, um die Aufmerksamkeit zu fesseln, umgeht die Gefahr, noch eine lange Zeit mit dem Bekannten beschäftigt zu sein oder nur dahin zu driften. ‚Erholung und interessante Aktivitäten‘ oder ‚Zeit für mich‘ und ‚wichtige Erkenntnisse‘ sind legitime Anliegen, doch zu unbestimmt, um als Anreiz zu dienen. Setzen Sie konkretere Kriterien fest, an denen auch Teilerfolge sichtbar werden. Woran könnten Sie körperlich und nervlich feststellen, dass Sie sich tatsächlich gut erholt haben? Was wäre eine für Ihre Persönlichkeit untypische (Grenz-) Erfahrung, die Ihnen tiefe Lebendigkeit oder innere Befreiung aus Pflichtendenken vermittelt? Welche Handlungsweise würde Sie aus den bisherigen sozialen Rollenmustern herausreißen? Welcher mutige Schritt könnte lähmende Selbstzweifel aushebeln? Wie könnte ein Ventil für lang geschluckte Wut oder Trauer aussehen? Welche Methode der Visionssuche passt zu Ihnen? Welches kreative Hobby möchten Sie entwickeln? Was möchten Sie konkret in Ihrem beruflichen Umfeld ändern, wenn Sie zurückkommen? Eine gute Übung kann sein, sich zu Beginn genau auszumalen, worauf Sie am letzten Tag der Auszeit zurückschauen möchten, wie Sie sich fühlen und was Sie mitnehmen in den Alltag. Doch lassen Sie Alternativen zu, das Unterbewusstsein führt mit Regie.

 

Ein bewusstes Startsignal für die Auszeit hilft, die kostbare Zeit von Beginn intensiv zu nutzen. Sinnvoll ist eine kleine ‚Übergangszeremonie‘, der Geist wird auf die neue Situation eingestimmt, lässt das Bisherige hinter sich zurück und bekommt einen Auftrag: Gehe auf die Suche! Eine solche Zäsur könnte gesetzt werden mit einer bewussten Reinigung von Körper und Psyche (Sauna, Fastentage), einer Innenwendung, um Ruhe zu schaffen (Meditationen oder lange Wanderungen allein), durch ein kleines Abschiedsfest mit Freunden, das Wechseln von alter zu neuer Kleidung oder ein besonderes ‚Auszeitsymbol‘ wie ein Ring. Schließen Sie bewusst die Haustür hinter sich und richten Sie dann die Aufmerksamkeit nach vorn.

 

 

Was passiert in derPsyche?

 

„Wer nach außenschaut, träumt.

Wer nach innen schaut,erwacht.“

(C. G. Jung)

 

Vergehen Tage ohne inhaltsstarke Erlebnisse und strukturgebende Aktivitäten, so tauchen aus den Tiefen des Unterbewusstseins immer wieder die ‚vertrauten‘ Themen und ungelösten ‚Knoten‘ ins Bewusstsein hoch: der Beruf zu Hause, Sorge um Familienmitglieder, grübelnde Gedanken um einzelne Erlebnisse und die bisherige Lebensgestaltung im allgemeinen – was läuft vielleicht schief, warum gelingt manches nicht? Unser Geist will beschäftigt sein. Findet er kein neues Betätigungsfeld, so füllt er ‚Denkraum‘ mit dem bereits Bekannten. Ist dies eher unangenehmer Natur, wird die Aufmerksamkeit schnell umgelenkt auf Aktivitäten, die sich gerade anbieten. Viele Auszeiter beklagen,dass diese kostbare Zeit verstrichen sei ‚wie nichts‘ und ihnen erst gegen Ende bewusst geworden sei, was sie hätten anders machen sollen.

 

Eine Mischung aus bewusst gesetzten Zielen (offenen Fragen) und ‚zielloser Zeit‘ erhöht die Effektivität einer Auszeit, wobei viel Raum für Spontanität und Unverhofftes verbleibt. Denn nur dann kann das Leben mit Überraschungen aufwarten und findet die Hinwendung zum Innenleben statt. Für die ersten Tage unterstützt ein kleines Rahmenprogramm den Übergang von einem stressigen Alltag in eine pflichtenlose Zeit. Legen Sie Ihre drängenden Themen eine Weile zur Seite. Sie sind präsent im Unterbewusstsein, es arbeitet ruhiger und kreativer an Lösungen, wenn nicht ständiges Grübeln in immer gleichen Schleifen darin wühlt.

 

Je mehr sich die Aufmerksamkeit in stillen Momenten von außen nach innen verlagert, umso deutlicher fühlen sich auch ‚Dämonen‘ des Unterbewusstsein eingeladen, ins Bewusstsein aufzusteigen. Alte ungelöste Konflikte, ungeweinte Tränen, unerlaubte Wut und ungelebte Träume, die bisher vom Alltag unterdrückt wurden, bevölkern nun gerne die stillen Abende und den frühen Morgen. Wer sich hingibt bis zur Überschwemmung sieht seine Selbstzweifel wachsen und fällt vielleicht in Lähmung. Hier kann ein Auszeit-Tagebuch helfen, aufsteigende Erinnerungen, Gedanken und Gefühle zu sortieren und zu kanalisieren. Es ist ein geduldiger Zuhörer, dem man alles anvertrauen kann, in Worten, in Farben und Zeichnungen. Langsam schälen sich dann Erkenntnisse heraus – Welche Erfahrungen der Vergangenheit belasten bis heute meine Entfaltung? Wie lauten Antworten auf meine offenen Fragen z. B. in Partnerschaft, im Verhältnis zu Kollegen und Autoritäten? Was würde mein Erleben im Wohnumfeld ändern, wenn ich wieder zu Hause bin? Was sagt mein Körper über seine Bedürfnisse an Nahrung und Bewegung? Wie könnte ich mich besser schützen vor Informationsflut und Terminstress? Wo liegt der tiefere Sinn von Karriere für meine Lebenszufriedenheit? Wie möchte ich in 5 Jahren leben?

 

‚Auszeit‘-Bücher mit biographischen Schilderungen sind immer wieder auf dem Buchmarkt zu finden. Schön lesbar in der Vorbereitungszeit empfehle ich sie dennoch nicht unbedingt für die Auszeit selbst. Denn sie schildern die Strategien, Erlebnisse und Schlussfolgerungen anderer Personen und können so von den eigenen Erfahrungen ablenken. Der suchende Geist ist manchmal ungeduldig und wünscht sich eine fertige Richtschnur, doch genau da beginnt wieder die leise Fremdbestimmung, die weg führt von den eigenen maßgeschneiderten Werten und Wünschen. Wer seine Aufmerksamkeit voll auf das richtet, was jetzt in ihm und um ihn herum passiert, der findet zuerst zu Antworten - und dann zu Fragen. Denn nichts, was bisher gültig schien, könnte nicht auch anders gelten und geschehen. Der Umbau von intrinsischen ‚Glaubenssätzen‘ geht mit Verunsicherung einher, aber von dort aus passieren die neuen Weichenstellungen für die Zukunft. Hat dieser Prozess des ‚selbst Denkens‘ erst einmal eingesetzt, weitet er sich aus. Die wach gewordene kritische Aufmerksamkeit findet mehr und mehr Fragen und immer weniger Gefallen an vorgefertigten Antworten. Gibt es überhaupt ein ‚Ende der Reise‘?

 

Die Rückkehr in den Alltag und vielleicht ein neues Leben

 

Das Ende einer Auszeit kommt jedoch unweigerlich. Es gehören Umsicht und Realitätssinn dazu, eine sanfte Landung zu ermöglichen. Als gern verdrängtes Thema zu Beginn einer Auszeit („das ist ja noch sooo weit hin …“) taucht es spätestens Wochen oder Tage vor dem Ende mit Beklemmungsgefühlen wieder auf. Was vorher selbstverständlicher Alltag war, fühlt sich nun oft erst einmal wie ‚Zwangsjacke‘ an, negative Erwartungen und Abschiedsgefühle können die Rückkehr versalzen. Wer dagegen mit konkreten Veränderungsideen für Beruf und Privatleben aufwarten kann, der hat oft sogar Lust, es direkt anzugehen.Stöbern Sie also in ihrem Tagebuch nach den besten Ideen, entwickeln Sie ein detailliertes Wunschbild Ihres neuen Lebensalltags und leiten Sie konkrete Pläne daraus ab. Lassen Sie Freunde und Angehörige von Ihren Überlegungen wissen und erläutern Sie Ihre Beweggründe. Nehmen Sie sich noch einige Tage Zeit, um sich auch seelisch wieder in der Umgebung einzufinden und erneut an feste Abläufe und Pflichten zu gewöhnen. Die Aufmerksamkeit muss sich nun wieder mehr von innen nach außen richten. Schreiben Sie einen ausführlichen Rückblick auf das Erlebte, erklären Sie besondere Erlebnisse zu Schätzen in ihrer Lebensbilanz und geben den Mitbringseln einen besonderen Platz in Ihrem Zuhause.

 

Andere Menschen und die Umgebung haben sich in der Zeit Ihrer Auszeit wahrscheinlich kaum verändert und aus der erlebten Distanz der Auszeit fallen Ihnen ungeliebte Aspekte nun umso deutlicher auf. Erwarten Sie kein großes Verständnis – oft geht das Interesse anderer kaum über ‚Reiseerlebnisse‘ hinaus, den erhellenden Perspektivwechsel der Auszeit können sie nicht teilen. Suchen Sie eher nach einem wirklich offenen Gesprächspartner, um den Transfer der Erkenntnisse in gelebte Realität zu bewerkstelligen. Haben Sie Geduld – eine Auszeit hat langfristige Auswirkungen. Sie kennen nun ‚den Unterschied‘ und Ihr Unterbewusstsein wird auf leisen Sohlen Wege finden, mehr und mehr davon in einen neuen Lebensstil einfließen zu lassen. Besonders für die Nähe zu sich selbst ist Freiraum nötig. Vielleicht widmen Sie einen halben Tag pro Woche der Innenschau oder suchen nach geeigneten Veranstaltungen, um regelmäßig an Ihren Themen weiter zu arbeiten.

 

Besonders intensive Begegnungen mit fremden Kulturen und deren so ganz anderen Werten und Lebensstilen wirken nach. Aber auch Erfahrungen von Erschütterung einerseits (z. B. über Armut und Not) wie tiefem Wohlbefinden in anderen Klimazonen oder an lieb gewordenen Orten andererseits können bei der Rückkehr starke Fremdheitsgefühle auslösen. Die eigene Kultur hat es nun schwer, der Alltag erscheint fade und ferngesteuert, das Leben um seinen tieferen Sinn beraubt. Zwei Wege stehen Ihnen offen: Einmal die intensive Suche nach Sinn und Erfüllung in Hier und Jetzt, um wieder Glanz hinein zu bringen - als Kind fanden Sie die Welt einfach ‚spannend‘. Zum anderen reift vielleicht die Überlegung, ob Auswanderung wünschenswert und zumindest zeitweise möglich wäre. Tritt eine solche Entscheidung langsam ins Bewusstsein, brauchen Sie Ausdauer und Vorsicht. Visionen müssen eine ‚Realitätskontrolle‘ durchlaufen und sich bewähren, um Realität werden zu können. Dieser Prozess kann ernüchternd und sogar schmerzhaft sein – die Gefahr von seelischer Verunsicherung ist groß. Hat es Sie jedoch gepackt, dann denken Sie langfristig: Wo möchte ich in 5 Jahren stehen und was darf es ‚kosten‘?  Welche Informationen brauche ich konkret und wer könnte weiter helfen? Erfolgreicher ‚Ausstieg‘ nach einer Auszeit ist nicht selten und könnte der Beginn eines neuen Lebens sein. Es ist nie zu spät. 

 

Weitere Anregungen finden Sie z. B. im Text „Langzeitreisen– Testlauf für Auswanderer“.

 

 

 

 

 

Petra Uhlenbrock

Diplom-Psychologin -

Psychologische Psychotherapeutin

bei

Seminare und Coaching Rhein-Sieg

 


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